Das wir aktuell im Jahr 2026 in einem Klimawandel sind, ist unabstreitbar, auch wenn nicht jede Region betroffen ist. Es ist halt eben nur nicht nur warm, sondern blickt man etwas über den Telller-Rand sieht man in Regionen verstärkte Naturkatastrophen wie Dürren oder Stark-Regenereignisse.
Dennoch gibt es immer wieder Zweifel, weil uns halt transparente Vergleichsergebnisse aus vorherigen Jahrtausenden fehlen.
Der Klimawandel im einfachen Faktencheck: Befinden wir uns darin – und sind wir wirklich schuld?
In Diskussionen über das Klima stoßen oft Emotionen, Halbwahrheiten und wissenschaftliche Begriffe aufeinander. Doch was sagt der aktuelle Stand der Forschung wirklich? Stecken wir mitten in einer globalen Erwärmung, und lässt sich der Einfluss des Menschen tatsächlich zweifelsfrei nachweisen?
Schauen wir erst einmal auf die Berichte des Weltklimarats (IPCC) und der globalen Klimaforschung:
Stecken wir aktuell in einem Klimawandel? Ja, eindeutig. Die Daten von Wetterstationen, Satelliten, Ozeanbojen und Eisbohrkernen zeichnen ein klares Bild: Temperaturanstieg. Die globale Durchschnittstemperatur an der Erdoberfläche liegt derzeit rund 1,1 °C bis 1,2 °C über dem vorindustriellen Niveau (Zeitraum 1850–1900).
Die vergangenen zehn Jahre waren die wärmsten seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Offensichtlicher zu beaobachten sind dabei die aktuellen Begleiterscheinungen. Der Klimawandel zeigt sich nicht nur am Thermometer. Meeresspiegel steigen (aktuell um ca. 3,7 bis 4,2 mm pro Jahr), Gebirgsgletscher schrumpfen weltweit, und das arktische Meereis geht im Sommer drastisch zurück.
Ist dieser Klimawandel menschengemacht?
Hier streiten sich die Menschen am meisten, weil alles auf die CO2-Thematik zurückgeführt wird. Aus Sich des Weltklimarat (IPCC) gilt die sogenannte anthropogene (vom Menschen verursachte) Erwärmung als gesichert. Der Weltklimarat formulierte es in seinem Sechsten Sachstandsbericht (AR6) unmissverständlich: „Es ist unumstößlich, dass der Einfluss des Menschen die Atmosphäre, den Ozean und das Land erwärmt hat.“
Wie funktioniert der menschengemachte Effekt? Das Prinzip beruht auf dem natürlicher Treibhauseffekt. Gase wie Wasserdampf und Kohlendioxid in der Atmosphäre halten einen Teil der Wärmestrahlung der Erde zurück. Ohne diesen Effekt läge die Durchschnittstemperatur auf der Erde bei etwa -18 °C statt bei lebensfreundlichen +15 °C. Seit Beginn der Industrialisierung verbrennt die Menschheit fossile Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) im großen Stil. Dadurch stieg die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von vorindustriell etwa 277 ppm (parts per million) auf heute über 425 ppm – ein Wert, den die Erde seit mindestens 2 Millionen Jahren nicht gesehen hat. Neben CO2 verstärken auch Methan (aus der Viehhaltung und Gasförderung) und Lachgas (aus der Düngemittelnutzung) den Wärmestau in der Atmosphäre.
Könnten nicht natürliche Ursachen schuld sein?
Klimaänderungen gab es in der Erdgeschichte immer wieder – durch Vulkanismus, Schwankungen der Sonnenaktivität oder Veränderungen der Erdbahn (Milanković-Zyklen). Klimaforscher berücksichtigen diese Faktoren in ihren Modellen genau. Die Einstrahlung der Sonne schwankt leicht, zeigt aber seit den 1970er-Jahren keinen steigenden Trend. Dennoch steigen die Temperaturen auf der Erde steil an. Vulkanvische Ausstöße liefern im Schnitt nur etwa 1 % der jährlichen menschengemachten CO2-Emissionen und wirken durch Staubpartikel kurzfristig eher kühlend.
Die Erdbahnzyklen laufen über Zeiträume von 20.000 bis 100.000 Jahren ab. Die derzeitige Erwärmung vollzieht sich hingegen in einem Tempo von wenigen Jahrzehnten. Rechnet man in Klimamodellen den menschlichen Einfluss heraus und lässt nur natürliche Faktoren wirken, müsste sich das globale Klima in den letzten 150 Jahren nahezu stabil gehalten oder leicht abgekühlt haben.
Es gibt aber auch ähnlich gelagerte Phänomene, die in historischen Unterlagen dokumentiert sind:
Megadürrejahr 1540
Die Megadürre 1540. Ein Jahr praktisch ohne Regen. Elf Monate blieb der Himmel über Mitteleuropa blau. Die Sonne brannte gnadenlos. Flüsse trockneten aus, Landwirte fuhren Missernten ein, Mühlen standen still, Mensch und Vieh verdursteten, Wälder brannten. Dieses Ereignis übertraf alle Trockenjahre der folgenden Jahrhunderte.
Ein Hitzesommer bleibt ein Temperaturereignis, solange es genug regnet. Ein Dürrejahr nicht.
Was sind die aktuellen Folgen:
EIn Dürrejahr mit übermäßig vielen Hitzetagen für zu schlechten Ernten, Waldbränden und Wasser-Mangellagen.Es kommt zu Einbußen in der Land- und Viehwirtschaft und deshalb zu steigenden Nahrungsmittelpreisen.